Das Projekt CAWA (Creative Approaches to Workforce Ageing / Kreative Ansätze zum Umgang mit einer stetig alternden Arbeitsbevölkerung) wird im Rahmen des Budgets für ‚Innovative Ansätze zur Bewältigung des Wandels' (Artikel 6) des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.
Das Ziel von Artikels 6 ist es, Maßnahmen zu unterstützen, die neue Ansätze vorantreiben und aktuelle Good-Practice-Beispiele ausfindig machen. Durch transnationale Projekte, Forschungen sowie Informations- und Erfahrungsaustausch fördert Artikel 6 innovative Maßnahmen, die zur Entwicklung zukünftiger Richtlinien und Programme beitragen. Dieses Projekt reagiert im Speziellen auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Prognose einer alternden Bevölkerung, die sich in allen Mitgliedsländern der Europäischen Union beobachten lässt.
Demographische Trends zeigen in allen Ländern der Europäischen Union zwei Phänomene: eine durchschnittlich immer älter werdende Belegschaft sowie den langfristigen Rückgang der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter. Der Bericht der Europäischen Kommission zur ‚Erhöhung der Erwerbsbeteiligung und Förderung des aktiven Alterns' aus dem Jahr 2002 geht davon aus, dass es einer Erhöhung der Beschäftigung in der Altersgruppe der 55-65-jährigen um 7,4 Millionen bedarf, um eine Steigerung der Beschäftigungsrate bis 2010 auf 50%, wie es in der Lissabon-Strategie festgelegt wurde, zu erreichen. Dieses Projekt will zur Erreichung dieses Ziels beitragen, indem es neue Strategien zur Unterstützung aktiven Alterns entwickelt.
Ziel des Projekts CAWA ist es, durch die Einbindung der SozialpartnerInnen und die Entwicklung und Verbreitung von Leitlinien für innovative Strategien und Projekte, kreative Ansätze zum Umgang mit einer stetig alternden Arbeitsbevölkerung zu entwickeln. Die nationalen Workshops in Österreich, Spanien, Schweden und England werden sich mit Fallstudien aus unterschiedlichen Branchen und Regionen befassen. Im Rahmen von internationalen Treffen werden die nationalen Leitsätze dann zu europäischen Codes zusammengeführt. Von Bulgarien werden zusätzliche inhaltliche Inputs bei der Generierung der Codes eingebracht. Die europäischen Codes werden dann sowohl innerhalb der Branchen als auch der Regionen so weit wie möglich verbreitet, um zur Sensibilisierung in Bezug auf alternde Belegschaften und der damit einher gehenden Problemstellungen beizutragen.